Die Stiftung The Ark befasst sich mit einer Vielzahl technologischer Themen. Je nach Stand der wissenschaftlichen Forschung widmet sie sich auch eher ungewöhnlichen Fragestellungen, wie beispielsweise solchen im Zusammenhang mit … der Intimhygiene. Fast 75 % der Frauen sind mindestens einmal in ihrem Leben von Scheideninfektionen betroffen. Diese Infektionen werden durch einen Pilz namens „Candida albicans“ verursacht. Die derzeit auf dem Markt erhältlichen Behandlungen liefern keine zufriedenstellenden Ergebnisse.
Inhalt des Projekts
Seit Ende der 90er Jahre arbeitet das Institut für Biotechnologie der HES-SO Wallis an der Entwicklung von Pflanzenextrakten, die diese Infektionen bekämpfen und heilen können. Erste Grundlagenforschungen haben gezeigt, dass bestimmte Alpenpflanzen fungizide Eigenschaften besitzen.
Über ihren „Accélérateur“-Dienst verfolgt die Stiftung The Ark die Arbeit der HES-SO Valais aufmerksam. Ende 2010 erkannte The Ark das wirtschaftliche Potenzial und ergriff die Initiative. Sie nahm Kontakt zur Firma Novipart auf, die eine Produktreihe für die Frauengesundheit entwickeln wollte. Die Verbindung zur HES-SO Valais war schnell hergestellt.
Auf Initiative von The Ark sind somit zwei Projekte entstanden:
- Der erste Schritt bestand darin, eine technische Machbarkeitsstudie durchzuführen, um Wirkstoffe zu finden, die gegen vaginale Candida-Infektionen wirken. Diese wurde 2011 erfolgreich durchgeführt.
- Der zweite Schritt, der noch im Gange ist, besteht darin, die industrielle Fertigung des Produkts vorzubereiten, wozu insbesondere toxikologische Tests und die Herstellung einer Charge im Pilotmaßstab gehören.
Der agronomische Entwicklungspartner Mediplant hat bereits Versuchsanbau der Wirkpflanzen eingerichtet, um die Versorgung und die Qualität des Rohmaterials sicherzustellen.
Konkrete Ergebnisse
Das Start-up-Unternehmen Pharmalp SA, das inzwischen von Novipart gegründet wurde, verfolgt die Forschungsarbeiten aufmerksam und unterstützt sie. Es hofft, sein Sortiment an wissenschaftlich validierten Naturprodukten um eine Lösung zur Vorbeugung und Behandlung von Pilzinfektionen erweitern zu können. All dies geschieht im Interesse der Frauen, aber auch der Walliser Wirtschaft und ihrer Diversifizierung.

